
Das Weinviertel: Kunst, Kultur, Wein & Kulinarik
Durch die Weingärten, in die Kellergassen, zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten: Das Weinviertel ist das ideale Revier für entspannte und kurzweilige Reisen. Auch und vor allem mit dem Fahrrad.
14.000 Winzer produzieren im Weinviertel – der lieblichen, sanfthügeligen Region nördlich von Wien – ein Drittel des österreichischen Weins. Kein Wunder, dass man hier auch als Gast recht oft auf den Rebensaft trifft. Man begegnet ihm beim gemütlichen Zusammensein beim Heurigen, bei Wanderungen oder geselligen Traktorfahrten in den Weingärten, bei einem der traditionellen Winzerfeste oder beim Ausflug in eine der vielen idyllischen Kellergassen.
Wo der Wein wohnt
Die Kellergassen im Weinviertel – das sind heute nicht nur einfach Produktions- und Lagerstätten für den Wein, sondern auch Oasen der Langsamkeit. Sie sind bildhübsch wie jene in Hadres, romantisch wie die in Falkenstein oder beeindruckend wie die Kelleranlage in Retz, eine unterirdische Stadt, die weitläufiger ist als das Gegenstück auf der Erdoberfläche. Eine besonders angenehme Art, in die Welt der Kellergassen einzutauchen, ist eine Kellergassenführung. Hier erzählen eigens ausgebildete Führer ebenso Amüsantes wie Wissenswertes über Geschichte, Architektur, Kellerarbeit und den Wein, der tief in der Erde reift und auf die Verkostung wartet.
Radfahren auf Weines Wegen
Es ist aber keineswegs so, dass nur Wein-Liebhaber vom Weinviertel angetan sind. Auch als Radfahrer wird man begeistert sein, besteht doch das mit 1600 km sehr weitläufige und gut beschilderte Radfahrnetz aus familienfreundlichen, überwiegend abseits von Straßen angelegten Wegen ohne längere Steigungen.
Die Routen führen durch malerische Weingärten und romantische Kellergassen zu Burgen, Schlössern und einer stattlichen Anzahl von liebevoll betreuten Museen. Und natürlich zum Wein: 13 nach Weinsorten benannte Radrouten durchziehen auf rund 760 km das Weinviertel. Die einzelnen Routen sind auch für Genussfahrer meist an einem Tag zu bewältigen, lassen sich aber auch wunderbar zu mehrtägigen Touren verknüpfen.
Geschichtsträchtiger Boden vor den Toren Wiens
Nicht nur bei schlechtem Wetter sind die Weinviertler Museen für einen Besuch zu empfehlen: Auch bei einem der zahlreichen Sonnentage sollte man unbedingt einen Besuch im Nonseum in Herrnbaumgarten bei Poysdorf einplanen. Unzählige unbrauchbare, scheinbar unsinnige, aber skurrile Erfindungen sind hier ausgestellt.
Auch sonst kann sich das kulturelle Angebot des Weinviertels sehen lassen: Das Museumsdorf Niedersulz ermöglicht eine romantische Zeitreise in die Vergangenheit: Original Waldviertler Gebäude wie eine Kirche, alte Bauernhöfe sowie eine antike Mühle versetzen den Besucher in eine nostalgische Stimmung. Einen Hauch von Ritterromanik hingegen spürt man bei der Burg Kreuzenstein, die sich in der Nähe von Korneuburg wildromantisch am Rande der Donau auf einem Hügel erhebt.

it







